Safer-Internet-Day am 28. Mai 2013

Die Klasse HB12 Polizei veranstaltete am 28.05.2013 einen Safer-Internet-Day für die Schüler der BBS Wirtschaft II. Wir hatten uns in Gruppen auf verschiedene Themen vorbereitet und geben nun ein Feedback, wie dieser Tag abgelaufen ist, mit welchen Themen wir uns beschäftigt haben und welche Kritik wir persönlich dazu haben.

Die Gruppe, die sich mit Computerviren und deren Vorgehensweisen beschäftigte, nahm hauptsächlich Bezug auf die verschiedenen Arten von Viren. Diese verschiedenen Möglichkeiten stellten sie mithilfe einer PowerPoint Präsentation, einem Fragebogen und beispielhaften Vorfällen deutlich dar. Um das Interesse der Schüler zu wecken, entwarfen sie einen 3D-Virus, der einen Computertower „zerstörte“. Zudem verdeutlichten sie dies mit Kunstblut. Des weiterem hingen sie ein Netz auf, in dem gebastelte Viren aus Holz hingen.

Die Gruppe, die sich mit Facebook-Partys beschäftigte, verdeutlichte dies mit zwei  Partymodellen. Eines zeigte eine öffentliche Facebook-Party und das andere eine private Party. Dazu zeigten sie Listen mit Kosten, die deutlich machten, wie hoch die Unterschiede zwischen diesen beiden Partys sind. Ebenso haben sie auf dem Smartboard abschreckende Szenen aus einer Facebook-Party gezeigt und dazu ein Ratespiel mit den Schülern veranstaltet.

Die Gruppe mit dem Thema Apps und deren Kostenfallen hat über das WAP-Billing und über die Kostenfallen aufgeklärt, um die Schüler vor heimtückischen Werbe- und Kostenfallen von Apps zu schützen. An ihrem Stand hingen sie Plakate zu diesem Thema auf und schmückten ihn noch mit einem ein Meter großen selbstgebastelten Smartphone.

Ebenso gab es eine Gruppe, die sich mit Porno im Netz beschäftigte. Sie spielten mit den Schülern ein Online-Quiz und hatten Fragebögen zu diesem Thema vorbereitet. Weitere Fakten und Auswertungen einer Umfrage über Pornographie waren graphisch dargestellt. Der Stand war gut besucht, allerdings waren viele Schüler anfangs sehr skeptisch, was dieses Thema anbelangt, doch sobald ein Schüler den Anfang machte, zogen auch die anderen nach. Auch eine Gegenüberstellung eines Bildes auf Facebook und des gleichen Bildes auf einer Flirtseite wurde dargestellt.

Die Cybermobbing-Gruppe war die größte von allen. Sie überlegten sich, wie sie anschaulich die Problematik des Cybermobbing darstellen könnten und benutzten dazu aktuelle Fälle und eine Puppe, an der verdeutlicht wurde, wie verletzend und gefährlich Cybermobbing sein kann. Sie teilten sich untereinander auf und jeder von ihnen bekam eine andere Aufgabe, die sie den Schülern erklären und verdeutlichen mussten. Auch ein Quiz zu diesem Thema gab es, das bei richtiger Lösung mit Süßigkeiten belohnt wurde.

Der Informationsstand über Facebook-Sucht bestand aus einer Stellwand mit einer Auswertung über die Facebookaktivitäten der Schüler der  BBS Wirtschaft II Ludwigshafen. Die Stellwand erweckte das Interesse der Lehrer, wohingegen die Schüler mehr von dem Quiz begeistert waren, bei dem sie ihr Facebookwissen unter Beweis stellen konnten. Ebenfalls stellten sie ein Video bereit, das interessante Fakten über Facebook und andere soziale Netzwerken darstellte. Weiterhin prüften einige interessierte Schüler, wie gut ihr Zeitmanagement ist. Dabei sollten sie auf einer abgemessenen Fläche ihren Tagesablauf mit Puzzleteilen einsetzen, wobei einigen Schülern auffiel, dass ihr Tag mehr als 24 Stunden haben müsste.

Ein weiteres Thema, mit dem sich die Schüler der Klasse HB12P beschäftigten, war das Online-Shopping. Die Gruppe verteilte Lose mit Fragen zu dem Thema Online-Shopping, um das Wissen der Schüler zu prüfen. Wenn die Schüler keine Antwort auf die teilweise schwierigen Fragen wussten, erklärten sie ihnen diese. Um das Wissen der Schüler noch zu verbessern, teilten sie selbstgestaltete Flyer zu ihrem Thema aus. Zudem haben sie einen Fragebogen erstellt, bei dem die Schüler zum Abschluss noch einen Selbsttest machen konnten, wie sicher sie mit dem Online-Shopping umgehen. Zur Belohnung von richtig beantworteten Fragen gab es Kuchen und Süßigkeiten.

Eine weitere Gruppe beschäftigte sich mit dem illegalen Download von CD’s, Filmen und Computerspielen. Sie stellte dies mit Plakaten dar und zeigte den Schülern ein deutliches Beispiel, wie hoch das Strafgeld ist, wenn sie bei einem illegalen Download erwischt werden. Dazu der Vergleich des minimalen Betrags, den man bezahlt, wenn man einen Film auf legalem Weg kauft. Vielen Schülern wurde dadurch verdeutlicht, wie gefährlich das illegale Downloaden wirklich sein kann. Aber nicht nur die Schüler haben sich für das Thema sehr interessiert, auch die Lehrer lernten dabei viele neue Fakten über das illegale Downloaden. 

Am Stand der Gruppe mit dem Thema Mahnungen wurde das Quiz-Spiel von den Schülern am besten angenommen. Die Fragen haben zum Nachdenken verleitet und zu gewinnen gab es auch etwas. Aber auch bei der etwas schwierigeren Aufgabe, bei der die Schüler ein gefälschtes von einem echten Mahnschreiben unterscheiden mussten, gab es viel Spaß und interessante Nachfragen. Mit den extra zum Thema passenden ausgewählten Outfits als Richter und Anwälte wurde die Thematik sehr gut verdeutlicht.

Auch die Medienscouts der BBS Wirtschaft II in Ludwigshafen waren vertreten und waren für sämtliche Fragen offen und stellten viel Infomaterial zur Verfügung. Ebenso haben sie ein Quiz für die Schüler zu den gesamten Themen vorbereitet, die am Safer-Internet-Day vertreten waren. Zudem suchten sie neue interessierte Schüler an der Schule, die den Medienscouts beitreten möchten. Sie stellten ihr neues Konzept vor, dass man sie als Ansprechpartner nutzen kann wenn man allgemeine Probleme mit Themen wie zum Beispiel Cybermobbing, Viren, Handy-Apps etc. hat.

Das Fazit der gesamten Klasse war sehr positiv. Der Safer-Internet-Day 2013 war gut von den verschiedenen Klassen besucht und auch die Stände waren immer gefüllt, sodass es nie Langeweile gab. Die meisten Schüler waren an den Themen interessiert und hatten viele interessante Nachfragen. Auch die Lehrer lernten viele neue hilfreiche Informationen und Tipps über das Internet und deren Risiken und waren über die Vorbereitungen und die Mühen der Schüler sehr begeistert.

Allerdings wurden einige Themen teilweise nicht sehr ernst genommen. So auch das Thema Cybermobbing. Dabei hat eine Studie bereits bewiesen, dass 1/3 der Bevölkerung von Deutschland schon einmal von Mobbing betroffen war oder noch betroffen ist. Das sind ca. 27 Millionen Menschen. Daher sollte das Thema zum Nachdenken anregen und nicht belustigt werden. Auch haben wir als Verbesserungsvorschlag, dass die Schüler, die den Safer-Internet-Day besucht haben, selbst ein Fazit hätten schreiben können, wie ihnen der Tag gefallen hat, um noch einmal ein Feedback von den Besuchern zu bekommen und nicht nur von den Lehrern. Ebenso fänden wir es besser, wenn wir die Veranstaltung in Zukunft an den Beginn des Schuljahres legen. So hätten die Neulinge gleich einen Eindruck, welche Arbeit und welche Mühen hinter solch einem Projekt stecken und auch die Medienscouts könnten direkt neue Mitstreiter zu ihrer Gruppe hinzugewinnen.

Wir bedanken uns herzlich bei den Lehrern und Schülern, die unsere Veranstaltung besucht haben und hoffen, dass es auch in den kommenden Jahren weitere erfolgreiche Safer-Internet-Days geben wird!

Beitrag der HBF 12 P; Endredaktion: Celine Fremgen

 

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