Die BF I 17 c hat sich dazu entschlossen, sich am diesjährigen Wettbewerb der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung zum Thema "Sicher hin und zurück" zu beteiligen. Da das Fach "Stärkeorientierte Methode" mit einer Projektarbeit im ersten Halbjahr abzuschließen ist, bot es sich an, das Thema für die Projektarbeit zu wählen und die Wettbewerbsvorbereitung auf diese beiden Unterrichtswochenstunden zu legen.

Im Vorfeld beschäftigte sich die Klasse mit den Filmen und Unterrichtseinheiten, welche von der DGUV für dieses Thema zur Verfügung gestellt werden. Davon fanden die Schüler das so genannte "Handy-Fahr-Experiment" am aufregendsten. Dabei ahmen einige Schüler eine Autofahrt nach, bei der von Mitschülern (Simulatoren) vorgegeben wird, wie zu steuern ist (das Lenkrad ist dabei ein Schulbuch, das die Schüler in Brusthöhe vor sich halten müssen). Auf dem Stuhl neben den Schülern liegen ihre Smartphones, an die ihnen von anderen Schülern Nachrichten geschickt werden. Die "Fahrer" müssen diese Nachrichten lesen und beantworten – und das alles während der "Autofahrt". Die restlichen Schüler filmen, beobachten und dokumentieren, wie lange die Fahrer jeweils den Blick von "der Straße" nehmen. Die Auswertung der Filme und Dokumentationen zeigte recht deutlich, dass auf diesen Fahrten wohl mehr als ein Unfall passieren hätte können!

Fortgeführt wurde die Vorbereitung mit einem Brainstorming, bei dem alle Ideen gesammelt wurden, die zu unaufmerksamem Benehmen im Straßenverkehr führen können. Im Anschluss mussten sich die Schüler für einen Filminhalt entscheiden. Jeder sollte ein Drehbuch zum Thema schreiben, das die maximale Filmlänge von zwei Minuten nicht überschreitet. Nach dem Vorlesen einiger Beispiele schlossen sich die Schüler zu Gruppen zusammen, um die besten Einzelideen zu einem neuen Film zusammenzufügen. Diese Drehbücher wurden dann im Klassensaal nachgespielt.

Recht schnell zeigte sich, dass es alles andere als leicht ist, Szenen zu drehen, die einerseits alles Wesentliche sagen und zeigen, was die Schüler zum Ausdruck bringen möchten, die auf der anderen Seite aber auch nicht langweilig sind. Auf der Basis dieser Erkenntnisse entstand dann unser endgültiges Drehbuch. Es folgten die üblichen Vorbereitungen zu Filmarbeiten: die Suche nach geeigneten Drehorten sowie die Zuteilung der Schauspieler-, Kamera- und Filmschneidejobs.

Auch während der Dreharbeiten stellten die Schüler fest, dass eine solche Aufgabe gar nicht so einfach ist, wie sie auf den ersten Blick aussieht. Immer und immer wieder mussten die Szenen neu gedreht werden. Mal passte der Lichteinfall nicht, dann kamen Passanten in den Weg, mal war der Ton zu leise bzw. die Nebengeräusche zu laut usw. Das größte Aha-Erlebnis gab es, als das Filmen an einem Ort abgebrochen werden musste, weil die Unterrichtszeit zu Ende war. Am nächsten Tag wurde weitergefilmt. Beim Schneiden des Films trat dann die Misere zu Tage: Die Darsteller trugen am zweiten Drehtag andere Kleider als am ersten! Also ging's noch einmal von vorne los. Diesmal waren die Schüler aber so clever, auch darauf zu achten, dass das Wetter am neuen Drehtag mit dem vom alten übereinstimmte!

Aufregend fanden die Schüler vor allem die Sturz-Szene. Dafür waren viele Testläufe notwendig. Die Aufnahmen mussten ja zum einen so aussehen, dass dem Zuschauer klar sein würde, wie die Sache endet, zum anderen konnte wegen der Verletzungsgefahr natürlich kein echter Zusammenstoß herbeigeführt.

Viel Spaß hatten die Schüler auch bei der Schulhofszene mit dem Joint. Natürlich durfte kein echter Joint mitgebracht und geraucht werden, deshalb wurde einer gebastelt: mit Papier und Unkraut aus dem Schulhof.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass es nicht nur aufregend war, ein solches Projekt in die Tat umzusetzen. Wir haben auch viel gelernt dabei. Unter anderem auch, wieviel Arbeit es macht, einen kurzen 2-Minuten-Film zu drehen – wieviel Arbeit mag da erst hinter einem 90-Minuten-Kinofilm stecken!

Abschließend freute sich die Klasse sehr darüber, dass die Arbeit auch mit einer Auszeichnung gewürdigt wurde und die beiden Klassenvertreter von der Preisverleihung in Koblenz mit 100 Euro für die Klassenkasse heimkehrten.

Den Film der Klasse sehen Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=oKS5NVFyGPs

Die Arbeit der Klasase wurde mit folgender Auszeichnung gewürdigt: